Die Klimawaage veranschaulicht, welche Alltagsentscheidungen besonders wirksam für den Klimaschutz sind. In den folgenden FAQs finden Sie Antworten zur Klimawaage, zu Berechnungsgrundlagen und zu zentralen Konzepten des nachhaltigen Konsums:
Grundsätzlich ja. Wir empfehlen jedoch eine begleitende Betreuung, um Fragen zu beantworten, Einordnungen zu geben und Diskussionen anzuregen. Bei Infoständen mit hohem Besucheraufkommen raten wir wegen Möglichkeiten von Verlust, Beschädigung oder Vandalismus zu einer Standbetreuung. Soll die Klimawaage zeitweise ohne Betreuung als Exponat ausgestellt werden, kann ein Infoblatt ausgelegt werden, das die Funktionsweise erklärt und zur Auseinandersetzung anregt.
Die Klimawaage wurde entwickelt vom Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum, das mit seiner Geschäftsstelle im Umweltbundesamt angesiedelt ist, mit Unterstützung der co2online gGmbH. Bei der Weiterentwicklung in 2025 waren außerdem Conpolicy - Institut für Verbraucherpolitik und das Öko-Institut beteiligt. Alle Berechnungen und Quellen wurden transparent auf einer separaten Unterseite für Sie zusammengestellt.
Außerdem Bedanken wir uns herzlich bei der Stadt Heidelberg für das intensive Testen in der Pilotphase sowie allen Nutzer*innen, die uns so viel wertvolles Feedback für die Entwicklung der 2. Version mitgegeben haben.
Der Sand in der Dose macht den Klimaschutz-Effekt vergleichbar: Wiegt eine Dose doppelt so viel wie eine andere, ist auch der Effekt doppelt so groß. Dabei gilt: 1 g Sand = 2 kg CO₂-Äquivalente.
Hinweis zum Eigengewicht (Tara): Die Gewichtsangaben beziehen sich rein auf die Sandmenge. Das Gewicht der leeren Dose können Sie vernachlässigen, solange Sie in jede Dose die korrekte Menge Sand füllen. Möchten Sie das Eigengewicht dennoch einbeziehen, ziehen Sie das Gewicht der leeren Dose (inkl. Deckel) einfach von der Zielmenge ab.
Detaillierte Rechenbeispiele und Tipps zum Befüllen finden Sie in der Bastelanleitung (PDF-Download).
Kunststoff hat sich als das praktikabelste Material erwiesen. Im Vergleich zu Metalldosen beulen sie nicht aus, sind deutlich leichter als Glas und dadurch gut transportabel. Zudem verfügen die Dosen über einen Schraubverschluss, sodass bei aktualisierten Berechnungen das Gewicht schnell und unkompliziert angepasst werden kann. Weitere Hinweise zur Materialwahl und zu möglichen Alternativen finden sich in der Bastelanleitung zur Klimawaage. Kunststoff hat als Material außerdem im Vergleich zu anderen Materialien eine gute Klimabilanz und ist gut recyclebar.
Ja. Das Klimawaage-Kartenspiel ist bereits in kleinerer Stückzahl in englischer Sprache auf Anfrage per E-Mail an mail@nachhaltigerkonsum.info bestellbar.
Englische Etiketten für die Dosen inklusive Begleitmaterialien liegen derzeit noch in der Version der 1. Auflage vor. Sobald die Etiketten der 2. Auflage auf Englisch verfügbar sind, wird dies auf der Webseite kenntlich gemacht. Zusätzlich gibt es einen englischsprachigen Onepager, der die Klimawaage kurz erklärt.
Die Klimawaage macht sichtbar, dass sich die Klimawirkung einzelner Alltagsentscheidungen sehr stark unterscheidet – teilweise im Verhältnis von 1 zu 1 Million. Diese Erkenntnis ist wichtig und kann zunächst irritieren oder enttäuschen, insbesondere wenn eine mit viel Engagement umgesetzte Handlung vergleichsweise wenig Gewicht auf die Waage bringt.
Die Klimawaage will nicht demotivieren. Sie lädt dazu ein, zusätzlich zu bereits gelebten Maßnahmen auch die sogenannten Big Points in den Blick zu nehmen – also jene Entscheidungen, die besonders viel CO₂ einsparen.
Dabei geht es nicht darum, kleinere Beiträge „schönzureden“. Vielmehr hilft die Klimawaage, realistische Erwartungen zu entwickeln und Klimaschutz dort zu verstärken, wo er den größten Effekt hat. Wie diese Botschaft motivierend vermittelt werden kann, erläutert das Infoblatt „Vom Peanut-Frust zum Big Point – Wie Sie motivierend kommunizieren“.
Die Klimawaage zeigt die durchschnittliche CO₂-Einsparung pro Person und Jahr. Beim richtigen Trennen von Verpackungsabfällen liegt diese bei rund 23 Kilogramm CO₂-Äquivalenten. Im Vergleich zu anderen Alltagsentscheidungen – etwa beim Thema Mobilität oder Heizen – ist das ein eher kleiner Beitrag, weshalb die Dose entsprechend leicht ist.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Mülltrennung unwichtig wäre. Im Gegenteil: In der Summe entfaltet sie eine große Wirkung. Hochgerechnet auf ganz Deutschland vermeidet Verpackungsrecycling jedes Jahr rund 2 Millionen Tonnen Treibhausgase.
Darüber hinaus liegt der große Nutzen der Mülltrennung nicht nur im Klimaschutz. Sie ist ein Grundpfeiler der Kreislaufwirtschaft, schont wertvolle Rohstoffe, reduziert Abfallmengen und mindert Abhängigkeiten von Primärrohstoffen.
Die Klimawaage macht deutlich: Alle dargestellten Handlungen sind sinnvoll und tragen zum Klimaschutz bei – sie unterscheiden sich jedoch stark in ihrer Klimawirkung. Müll richtig zu trennen ist also wichtig und richtig, auch wenn andere Maßnahmen auf der Waage mehr Gewicht haben.
Mehr Informationen erhalten Sie auf der Kampagnen-Webseite "Mülltrennung wirkt", einer Initiative der dualen Systeme.
Die Klimawaage stellt ausschließlich die CO₂-Wirkung von Alltagshandlungen dar. Aus dieser rein klimabezogenen Perspektive lassen sich für den Wechsel zu Biolebensmitteln keine eindeutigen oder konsistenten CO₂-Einsparungen beziffern. Je nach Produkt, Anbaumethode und Herkunft können Biolebensmittel sogar mit einem höheren Flächen- oder Ressourcenbedarf verbunden sein.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass Biolebensmittel "nicht sinnvoll" sind. Sie bieten viele andere wichtige Vorteile – etwa für Biodiversität, Boden- und Gewässerschutz sowie den Einsatz von Pestiziden. Da diese Aspekte jedoch nicht Gegenstand der Klimawaage sind, wurde auf eine "Bio-Dose" verzichtet, um das Spiel in seiner klaren Fokussierung auf Klimawirkung konsistent zu halten.
Mehr Informationen erhalten Sie in den UBA-Umwelttipps zu Biolebensmitteln und klimafreundlicher Ernährung.
Statistisch betrachtet verursacht jeder Deutsche circa 9,8 Tonnen CO₂-Äquivalente (CO₂e) pro Jahr. Klimaverträglich wäre ein Wert von unter einer Tonne.
Nachhaltiger Konsum bedeutet, hier und heute so zu leben, dass überall und auch in Zukunft alle Menschen so leben können. Nachhaltiger Konsum zielt damit vor allem auf eine zukunftsfähige Nutzung natürlicher Ressourcen und Senken (Senken: reine Kohlenstoffspeicher wie Moore oder Wälder). Das heißt, dass beispielsweise nur so viel Holz geschlagen wird, wie nachwächst, und nur so viel CO₂ ausgestoßen wird, wie die Pflanzen auf der Erde für ihr Wachstum aufnehmen.
Nachhaltiger Konsum berücksichtigt sowohl Umweltaspekte als auch soziale Aspekte, wobei diese beiden Bereiche zusammen wirken. Umweltschädlicher Konsum ist zugleich "unsozial", weil er den Lebensgrundlagen aller Menschen schadet. Vieles, was sich im Laufe des Lebenszyklus von Produkten negativ auf die Umwelt auswirkt, beeinträchtigt zugleich direkt die Gesundheit der Menschen im Umfeld, etwa der Ausstoß von Schadstoffen bei der Produktion. Darüber hinaus gehende "soziale Aspekte" des nachhaltigen Konsums beziehen sich zum Beispiel auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette von Produkten.
Statistisch betrachtet verursacht jeder Deutsche circa 9,8 Tonnen CO₂-Äquivalente (CO₂e) pro Jahr. Klimaverträglich wäre ein Wert von unter einer Tonne. An Tipps, wie jeder Mensch seinen persönlichen CO₂-Fußabdruck reduzieren könnte, mangelt es nicht. Ob in Zeitschriften, Blogs oder Podcasts: Überall gibt es Ideen und Ansätze, nachhaltiger zu konsumieren. Gleichzeitig stehen jedem Menschen aber nur begrenzte Budgets zur Verfügung – sowohl zeitlich als auch finanziell. Deshalb ist es sinnvoll, relevante von weniger relevanten Tipps zu unterscheiden. Und sich auf die sogenannten Big Points zu konzentrieren.
Denn auch wenn jeder kleine Schritt zählt, sind es die großen Hebel, die den CO₂-Fußabdruck effektiv reduzieren. Diese großen Hebel werden Big Points genannt. Das Gute ist: Schon wenige Big Points reichen, damit eine Person in Deutschland mit durchschnittlichem Konsumverhalten ihren Fußabdruck um die Hälfte reduzieren kann.
Big Points sind Handlungen, die einen besonders großen Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck einer Person haben. Ein Big Point kann Einsparungen von etwa einer halben Tonne CO₂ oder mehr pro Jahr ermöglichen. Wer bei seinen persönlichen Big Points ansetzt, reduziert den eigenen CO₂-Fußabdruck besonders effektiv.
Mehr Informationen zum CO₂-Fußabdruck und den Big Points des nachhaltigen Konsums finden Sie HIER.
Im Durchschnitt beträgt der CO₂-Fußabdruck einer Person in Deutschland etwa 9,8 Tonnen und lässt sich mit diesen acht Maßnahmen halbieren (siehe Abbildung rechts). Jeder individuelle ökologische Fußabdruck setzt sich natürlich anders zusammen. Die eine ist Vielfliegerin, aber ernährt sich vegan. Der andere fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit, aber wohnt dafür in einem unsanierten Gebäude, in dem er viel heizen muss. Wie der eigene Fußabdruck tatsächlich aussieht und damit auch die persönlichen Big Points, lässt sich zum Beispiel mit dem CO₂-Rechner des Umweltbundesamts herausfinden.
Mehr Informationen zum CO₂-Fußabdruck und den Big Points des nachhaltigen Konsums finden Sie HIER.
Betrachten wir die ungewollten Folgen des Konsums wie verschmutzte Gewässer, schwindende Biodiversität oder den Klimawandel, wird deutlich: Es geht beim nachhaltigen Konsum nicht nur um die Befriedigung individueller Bedürfnisse, sondern um kollektive Güter wie sauberes Wasser, Artenvielfalt und ein stabiles Klima. Diese Gemeingüter sind im Grundsatz für jede*n zugänglich und nutzbar. Was jedoch auch umgekehrt bedeutet, dass ihre Erhaltung den achtsamen Umgang und die Zusammenarbeit von allen – oder sagen wir etwas vorsichtig – von möglichst vielen erfordert. Wenn ich friere, kaufe ich mir eine Jacke oder drehe die Heizung hoch. Will ich verreisen, setzte ich mich in den Zug oder ins Auto. Um meine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, handle ich frei und ganz nach meinem Geschmack. Wenn meine Ziele jedoch saubere Luft, klares Wasser und ein stabiles Klima lauten, brauche ich andere Menschen, um diese zu erreichen – im Kleinen wie im Großen, als Individuum, Gruppe, Gesellschaft, aber natürlich auch Politik und Wirtschaft.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie jede*r Einzelne CO₂ einsparen kann. Wenn Einzelne andere zum Mitmachen inspirieren, lassen sich auch bei anderen CO₂-Einsparungen erzielen – meist sogar in viel größeren Mengen.
Ein Beispiel: Schmiere ich mir Margarine statt Butter auf das Brot, spare ich pro 250 Gramm Butter rund eineinhalb Kilogramm CO₂ ein. Wenn ich in einer vierköpfigen Familie die anderen dazu bringe, Margarine statt Butter zu essen, ist das schon der vierfache Einspareffekt. Wenn ich als Koch in einer Jugendherberge bei täglich 200 Gästen die Hälfte der Gäste durch geschickte Arrangements zur Margarine bewege, ist das schon der 100-fache Effekt und im Jahr schon mehrere Tonnen eingesparte Treibhausgasemissionen durch diese einfache Maßnahme.
Das Beispiel zeigt, dass gesellschaftliches Engagement zu einer größeren Wirkung führen kann. Deswegen wurde das Konzept des Handabdrucks (Handprint) als "Gegenstück" für den Fußabdruck entwickelt. Es umfasst das gesellschaftliche Engagement Einzelner. Vereinfacht gesagt: Der Fußabdruck umfasst die Handlungen, mit denen ich in meinem Konsumverhalten CO₂-Emissionen oder andere Umweltverbräuche verursache. Der Handabdruck umfasst die Handlungen, mit denen ich den Fußabdruck von anderen vermindere.
Die Idee lautet deshalb: Den eigenen CO₂-Fußabdruck verkleinern und den Handabdruck vergrößern.
Mehr Informationen zum CO₂-Fußabdruck und den Big Points des nachhaltigen Konsums finden Sie HIER.
Ob Gesetze, Normen, Steuern oder Gebühren – der Politik stehen viele umweltpolitische Instrumente zur Verfügung, um nachhaltiges Handeln zu fördern. Doch ohne die Unterstützung der Bürger*innen geht es nicht.
Dies geschieht auf vielfältige Weise: Bürger*innen nehmen mit ihren Konsumentscheidungen entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaft und können beispielsweise nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen und die durch sie geschaffenen Arbeitsplätze stärken. Diese Unternehmen üben dann durch ihre Unternehmensverbände im politischen Raum Einfluss aus.
Im Fall gut sichtbarer nachhaltiger Konsumentscheidungen können diese anderen als Beispiel dienen und es werden Signale für die Notwendigkeit geänderter Strukturen (z. B. mehr Radwege) und für die Akzeptanz einer bestimmten Politik gesendet. Außerdem benötigen Parteien die Unterstützung der Bürger*innen als Wähler*innen – insbesondere wenn es darum geht, beispielsweise eine CO₂-Steuer oder das Verbot von Plastiktüten durchzusetzen.
Gleichzeitig haben Bürger*innen neben diesen indirekten Einflussmöglichkeiten auch selbst vielfältige Möglichkeiten den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Durch Gespräche innerhalb der Familie, der Schule, im Sportverein oder bei der Arbeit können sie beispielsweise dafür sorgen, dass sie nicht nur ihren eigenen ökologischen Fußabdruck verkleinern, sondern auch den ihrer Mitmenschen.
Der Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur als Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Bürger*innen gelingen kann. Jede*r Einzelne kann in seinem Umfeld aktiv werden und nicht nur sich selbst, sondern auch andere zum Handeln motivieren.
Die Höhe des verfügbaren Einkommens beeinflusst sehr stark die Umweltbelastung in Folge unseres Konsums. Je höher das Einkommen ist, desto mehr CO₂-Emissionen verursacht ein Mensch. Dafür gibt es zwei zentrale Gründe: höhere Emissionen bei der Mobilität und ein insgesamt höheres Konsumniveau. Gut Verdienende haben oft ein größeres oder mehrere Autos, fahren längere Strecken damit und sind im Urlaub häufig mit dem Flugzeug unterwegs. Zudem ermöglicht ihnen das höhere Einkommen eine größere Nachfrage nach Dienstleistungen wie Übernachtungen, Restaurantbesuche etc.
Besserverdiener*innen haben in der Tendenz einen höheren Umweltverbrauch und auch mehr Mittel zur Verfügung, um in nachhaltige Alternativen zu investieren und die sogenannten Big Points anzugehen. Besserverdiener*innen tragen somit auch eine höhere Verantwortung beim Umweltschutz.
Aber auch Menschen mit geringem Einkommen belasten durch ihren Konsum die Umwelt. Durch umweltfreundliches Verhalten lässt sich in den Bereichen Heizenergie, Stromverbrauch, Mobilität, Ernährung und Abfallvermeidung ohne großen Kostenaufwand viel für die Umwelt tun. Bei energieeffizienten Geräten ist es häufig so, dass zwar der Anschaffungspreis höher ist, dass aber die Lebenszykluskosten geringer sind und man damit sogar Geld sparen kann. Für jeden Geldbeutel gibt es deshalb geeignete Maßnahmen des nachhaltigen Konsums.
Deshalb denken wir: Beim Klima- und Umweltschutz sind alle Menschen gefragt. Je nach Höhe des Einkommens haben wir dabei aber unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten.
Mehr Informationen dazu finden Sie in der Denkwerkstatt Konsum.
Hier gibt es unterschiedliche Antworten, je nachdem, welches Bedürfnisfeld und welchen Indikator man betrachtet. In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sind mehrere Indikatoren enthalten, die sich übergreifend auf den nachhaltigen Konsum beziehen.
Einer davon zeigt den durch den Konsum verursachten CO₂-Ausstoß (Globale Umweltinanspruchnahme durch den Konsum privater Haushalte). Dieser Indikator zeigt die direkten CO₂-Emissionen, die beispielsweise beim Heizen oder beim Autofahren entstehen, und auch die indirekten Emissionen, die während der Produktion von Konsumgütern entstehen. Die CO₂-Emissionen sind über die Jahre, für die Daten zur Verfügung stehen, nur sehr geringfügig gesunken und stagnieren eher auf hohem Niveau.
Ein weiterer Indikator erfasst die Marktanteile von Produkten mit staatlichen Umweltzeichen. Von dem Ziel, bis 2030 einen Marktanteil von 34 % zu erreichen, ist der Indikator noch weit entfernt – im Jahr 2024 lag er bei 8,72 %.
Mit Ökobilanzen wird berechnet, wie sich Konsumentscheidungen auf die Umwelt auswirken. Dabei schauen sich Expert*innen den gesamten Lebensweg von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung von einem Produkt an bzw. alle Komponenten von einer Handlung oder Dienstleistung. So können wir eine gute Idee davon bekommen, welche Handlungen und Produkte mehr oder weniger klimaschädlich sind.
In der Tat ist eine Bewertung der Umweltwirkungen von Produkten nicht einfach – und eine Abwägung zwischen den einzelnen Wirkungskategorien erst recht nicht. Ist eine Schädigung der Ökosysteme schwerwiegender als die Erhöhung des Treibhauseffekts?
Das Öko-Institut hat jedoch in einer Studie für das Umweltbundesamt gezeigt, dass man beim nachhaltigen Konsum bereits mit dem Vergleich der CO₂-Emissionen eine für umfassenden Umweltschutz richtungssichere Entscheidungsgröße hat. Wenn man zusätzlich die Big Points im Blick hat, kann man kompliziertere Abwägungen dann getrost den Ökobilanz-Expert*innen überlassen.
UBA-CO₂-Rechner: Mit dem CO₂-Rechner des Umweltbundesamtes kann man die eigene aktuelle CO₂-Bilanz berechnen und diese für die Zukunft optimieren.
Online-Check: Digitaler Fußabdruck: Mit dem Self-Check-Angebot der Verbraucher Initiative e. V. (Bundesverband) wird Verbraucher*innen die Möglichkeit gegeben, ihr eigenes Digitalverhalten und dessen mögliche Klimaauswirkungen besser nachzuvollziehen.
Duschrechner: Das Online-Tool der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V. hilft dabei, zu erfahren, wie viel Wasser fürs Duschen verbraucht wird und wie hoch das Einsparpotential ist.
EnergiesparChecks: Rechner rund ums Energiesparen: Die interaktiven Checks der co2online gGmbH unterstützen rund ums Energiesparen, um zum Beispiel den eigenen Warmwasser-, Heiz- und Stromverbrauch zu prüfen und einzuordnen.
Mini-Game fürs Smartphone "Rette Yuki": Im Mini-Game kann man die Big Points des nachhaltigen Konsums spielerisch am Smartphone erkunden. Ziel ist es den Eisbären Yuki zu retten und herauszufinden, welche Handlungen im Alltag wirkungsvoll für das Klima sind.
Learning Snack: "Klimaschutz mit Hand und Fuß": Das Quiz – entwickelt vom Bundeszentrum für Ernährung – verdeutlicht mit praktischen Beispielen, wie sich der Fußabdruck verkleinern und der Handabdruck vergrößern lässt.
Little Impacts: Im Spiel erleben Spieler*innen, wie die Hauptfigur Leah ihr Umfeld mit ihrer Begeisterung für Nachhaltigkeit ansteckt. Das vom Fraunhofer-Institut gemeinsam mit dem Umweltbundesamt entwickelte Spiel ist kostenlos, werbefrei und für Android und iOS erhältlich.
Wie teuer ist "öko"?: Ist Öko wirklich immer teurer? Die Denkwerkstatt Konsum hat sich einige Beispiele angeschaut. Machen Sie den Test!
Teste dein Siegelwissen!: Finden Sie im Mini-Quiz der Denkwerkstatt Konsum heraus, welche Siegel besonders empfehlenswert sind.
UBA-Umwelttipps: Woran erkenne ich umweltfreundliche Produkte? Wie kann ich sinnvoll Energie und Kosten sparen? Welchem Siegel kann ich vertrauen? Wie lässt sich Umweltschutz einfach in den Alltag integrieren? Das Umweltbundesamt hat Antworten: Tipps für "grüne" Produkte, hilfreiche Links und interessante Hintergrundinformationen.
Denkwerkstatt Konsum: Warum ist nachhaltiger Konsum eine Gemeinschaftsaufgabe? Welchen Effekt hat mein Engagement auf die Umwelt und das Klima? Diese und viele andere Fragen beantwortet die Denkwerkstatt Konsum. Die Denkwerkstatt Konsum ist ein Bildungsangebot des Umweltbundesamtes.
Newsletter des Kompetenzzentrums Nachhaltiger Konsum: Im Newsletter erhalten Professionals und Multiplikatoren vier Mal im Jahr die wichtigsten Neuigkeiten rund um nachhaltigen Konsum in Deutschland direkt ins Postfach, darunter neue Publikationen und Veranstaltungen, Umsetzungsmaßnahmen der Bundesregierung sowie Unterstützungsangebote für die Praxis.
"Umweltbewusst leben": Der Newsletter des Umweltbundesamts informiert Verbraucher*innen monatlich rund um nachhaltigen Konsum. Zum Beispiel enthält er aktuelle Informationen aus den UBA-Umwelttipps sowie Hinweise auf neue Ratgeber-Broschüren.
Zusammendenken, was zusammengehört: "Alltagsnah" und "vor Ort": Das sind die Markenzeichen sowohl von kommunalem Klimaschutz als auch von nachhaltigem Konsum. Die UBA-Broschüre zeigt auf, wie Synergien wirkungsvoll "vor Ort" genutzt werden können.
Mein Essen – Unser Klima: Können wir durch unsere Ernährungsweise das Klima schonen? Das Heft des Bundeszentrums für Ernährung erklärt, wie Klima und Nahrungsmittel zusammenhängen, welche Lebensmittel besonders klimarelevant sind und warum der wachsende Fleischkonsum die Erde bedroht.