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Ernährung, Ernährungssysteme, Planetare Grenzen

4. BZfE-Forum: Drei Tage konstruktiver Austausch über Ernährungssysteme der Zukunft

„Essen wird anders – Ernährung und die planetaren Grenzen“ hieß es auf dem 4. BZfE-Forum, das in diesem Jahr zum ersten Mal digital stattfand. Den Teilnehmer*innen wurde in diesen drei Tagen viel geboten: Neben Expertenvorträgen diskutierten sie Beispiele für ein nachhaltiges Ernährungssystem und erarbeiteten in Barcamps, wie die Ideen in den Berufsalltag integriert werden können.

„Wenn wir unser Ernährungssystem gesünder und nachhaltiger gestalten wollen, dann ist das vergleichbar mit einer großen Expedition“, sagte Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. „Wir haben ein Ziel und machen uns auf den Weg.“

 

Vorträge legen die Grundlagen

Auf dem 4. BZfE Forum bekamen die Teilnehmer*innen hilfreiche Anregungen für diese Expedition. Dazu gehört ein klarer wissenschaftlicher Blick auf das Erdsystem: Prof. Dr. Dieter Gerten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung präsentierte Forschungsergebnisse über die Zusammenhänge zwischen dem Ernährungssystem und den planetaren Grenzen.

Dr. Marco Springmann, leitender Wissenschaftler der EAT Lancet Studie „Planetary Health Diet“ zeigte, wie sich die Ernährungsversorgung ändern muss, damit heute und in der Zukunft eine gesunde und nachhaltige Ernährung möglich ist.

Dr. Laura Pereira vom Centre for Food Policy in London hob die Bedeutung von Best-Practice-Beispielen hervor – den „Keimzellen“ für Veränderung. Außerdem stellte sie das Modell der drei Horizonte vor. Dieser methodische Ansatz erlaubt die Erarbeitung von konkreten Schritten für eine wünschenswerte Zukunft. In moderierter Kleingruppenarbeit haben die Teilnehmer*innen diesen Ansatz konkret verfolgt. Sie teilten Visionen und Sorgen und erarbeiteten Ideen für ein nachhaltiges Ernährungssystem.

 

Mitmachen und mitgestalten

„Mindestens genauso wichtig ist ein neuer Umgang mit dem Wissen“, betonte Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung. „Es geht nicht

nur um Inhalte und Informationen. Es geht auch um didaktische Konzepte und Ansätze, wie man eine wünschenswerte Zukunft gemeinsam planen und gestalten kann.“

Das Forum war interaktiv konzipiert. Es gab vielfältige Möglichkeiten für einen intensiven Austausch wie Gruppenarbeit oder die informelle Ebene eines virtuellen Lagerfeuers zum Austausch. Am dritten Tag wurden im Barcamp-Format Ansätze diskutiert, wie die vielen Ideen in den Berufsalltag integriert werden können.

Der Verlauf und die Schwerpunkte der Tagung stimmten ihn optimistisch, fasste Dr. Hanns-Christoph Eiden zusammen. Er lobte die wertschätzende Art des Miteinanders und zeigte sich zuversichtlich, dass man die Expedition erfolgreich zu ihrem Ziel führen könne.

 

Ausblick: Bonner Ernährungstage 2021

Die nächsten Bonner Ernährungstage finden vom 29. bis 30. September 2021 statt. Und zwar in einer hybriden Veranstaltung: „Darin werden wir das Beste aus der analogen und digitalen Welt vereinen“, verriet Büning-Fesel.

 

Weitere Informationen

Die schriftlichen Zusammenfassungen der Vorträge sowie die digitale Ausstellung zu Forschungsprojekten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für ein nachhaltiges Ernährungssystem hier besucht werden. Die Seite wird im Laufe der nächsten Wochen durch die aufgezeichneten Vorträge ergänzt.

Die Newsmeldung der BLE zum Thema finden Sie hier.


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