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Ernährung, Landwirtschaft, Eiweißpflanzenstrategie

Bunt und gesund: Der Internationalen Tag der Hülsenfrüchte

Zum Internationalen Tag der Hülsenfrüchte am 10. Februar dreht sich auch bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) alles um die eiweißreichen Alleskönner: Zwei Demonstrationsbetriebe berichten über ihren Sojabohnen- und Kichererbsenanbau. Die Geschäftsstelle Eiweißpflanzenstrategie erläutert das Potenzial des heimischen Anbaus und die BIOSpitzenköche bringen mit ihren Rezepten die bunte Vielfalt auf die Teller.

Mit dem Internationale Tag der Hülsenfrüchte möchten die Vereinten Nationen vor allem die Bedeutung von Hülsenfrüchten für eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie deren Beitrag zu einem nachhaltigen Ernährungssystem und einer Welt ohne Hunger würdigen. Auch innerhalb des Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum (NPNK) wird die Förderung des Nachhaltigkeitsgedankens in der Landwirtschaft vorangetrieben und die Eiweißpflanzenstrategie unterstützt.

Die BIOSpitzenköche

Von Mandel-Erbsen-Kroketten und Kichererbsenburger zu Linsenaufstrich und weißer Bohnencremesuppe – diese und weitere Rezepte der BIOSpitzenköche laden zum Nachkochen ein. Außerdem zeigt BIOSpitzenköchin Mayoori Buchhalter in einem Rezeptvideo vier schnelle Gerichte mit Hülsenfrüchten und erläutert, welche Hülsenfrüchte sich für welches Gericht anbieten, wie sie am besten gewürzt werden und wie lange sie haltbar sind.

Mehr als ein Grundnahrungsmittel

Hülsenfrüchte sind vielseitig in Geschmack und Zubereitung, sättigen und liefern zwischen fünf und zehn Prozent Eiweiß, Soja sogar elf Prozent. Sie sind außerdem laktose- und glutenfrei und regen bei regelmäßigem Verzehr die Vermehrung der guten Darmbakterien an. Um Hülsenfrüchte verdaulicher zu machen, können die Gerichte auch mit Gewürzen wie Bohnenkraut, Kümmel, Majoran oder Rosmarin zubereitet werden. Mehr Wissen zu Hülsenfrüchten und der stetig wachsenden Produktpalette sowie Unterrichtsmaterialien unter www.bzfe.de.

Aus der Praxis: „Wir lieben Hülsenfrüchte“

Wer Hülsenfrüchte verzehrt, tut nicht nur seinem Körper etwas Gutes, sondern auch der Umwelt und dem Klima. Öko-Landwirtin Bernadette Lex vom bayerischen Biohof Lex aus Bockhorn, auf dem seit 30 Jahren Sojabohnen angebaut werden, bringt es auf den Punkt: „Wir lieben Hülsenfrüchte. Uns gefällt die Kombination der stickstoffsammelnden Pflanzen, die den Boden verbessern, die Biodiversität fördern, sich auf dem Acker als Mischkultur anbauen lassen und in der Küche nahrhaft, gesund und wohlschmeckend sind.“ Je nach Herkunft ermöglichen Hülsenfrüchte auch die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel. So verkraften Kichererbsen beispielsweise Hitze und langanhaltende Trockenheit. Der rheinland-pfälzische Demonstrationsbetrieb Gerbachhof hat das ausprobiert und gewährt auf YouTube einen Einblick.

Interview: Eiweißpflanzenstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums

Die Bundesregierung hat das Potenzial heimischer Hülsenfrüchte erkannt. Daher setzt sich das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in der Eiweißpflanzenstrategie (EPS) dafür ein, dass mehr Hülsenfrüchte auf dem Acker wachsen sowie im Futtertrog und auf dem Teller landen. Im Interview mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erklärt Dr. Annegret Groß-Spangenberg aus der Geschäftsstelle der EPS in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) worum es dabei geht und zeigt am Beispiel der Lupine die Vorzüge des Anbaus von Hülsenfrüchten. „Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs an pflanzlichen Proteinen werden nach unserer Einschätzung die Hülsenfrüchte in Zukunft eine immer größere Rolle in Lebensmitteln spielen“, resümiert Groß-Spangenberg. Die speziellen Inhaltsstoffe seien eine vielversprechende Rohstoffbasis für die Entwicklung innovativer Produkte, wodurch sich neue Absatzwege für Hülsenfrüchte eröffnen.


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