Datenbasierte Wohnraummobilisierung: Potenziale des Wohnungstauschs für den Klimaschutz
Knapper Wohnraum in Ballungsgebieten stellt Kommunen vor soziale und ökologische Herausforderungen. Neben ressourcenintensivem Neubau bietet die effizientere Nutzung des bestehenden Wohnraumbestands durch gezielten Wohnungstausch einen wichtigen Ansatzpunkt für den Ressourcenschutz.
Das Forschungsprojekt "ZUKOWO" analysiert, wie ein datenbasiertes Vorgehen die Wohnraummobilisierung unterstützen kann. Da eine hohe Wohnzufriedenheit Voraussetzung für die Akzeptanz von Tauschangeboten ist, kombiniert das Projekt soziologische Erkenntnisse mit einem mathematischen Matching-Verfahren ("Fuzzy Matching"). Auf Grundlage von Datenanalysen (u. a. des Leipziger Mietspiegels und kommunaler Bürgerbefragungen) werden Passungsprofile für Haushalte und Wohnungen ermittelt. Die Ergebnisse verdeutlichen: Für einen erfolgreichen Wohnungstausch sind neben Miete, Fläche und Zimmeranzahl auch Kriterien wie Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Balkon oder Lageanbindung maßgebend. Das Projekt liefert damit praxisnahe Grundlagen für die kommunale Wohnraum- und Nachhaltigkeitsberatung.
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