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Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Jugend forscht: Ein echter Gewinn ohne Torf

Im Mai 2026 fand der 61. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Herzogenaurach statt. Im Auftrag von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer durfte die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe den mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis für eine herausragende Arbeit aus dem Bereich der nachwachsenden Rohstoffe übergeben. Gewonnen haben die beiden 19-jährigen Schüler Marah Stehle und Dennis Schneider von der Edith-Stein-Schule in Ravensburg für die Entwicklung eines torffreien Kultursubstrats mit aufgeladener Pflanzenkohle.

„Wir haben diverse marktgängige Substrate untersucht und Wachstumsversuche mit der Studentenblume Tagetes durchgeführt. Dabei mussten wir feststellen, dass in den meisten Fällen doch die torfhaltigen Mischungen die höchsten Leistungen bringen. Dazu wollten wir eine Alternative finden“, erzählten die beiden bei der Präsentation ihrer Arbeit „Torf ade – damit auch die Pflanzen ein gutes Gewissen haben“. Sie kombinierten dafür Grünkompost, Rindenhumus und Pflanzenkohle aus regionalen Quellen miteinander. Das beste Ergebnis konnten sie durch die Aufladung der Pflanzenkohle mit einem Flüssigdünger erreichen, der in Biogasanlagen anfällt. Ihr Produkt ist so weit fertig entwickelt, dass sie es bereits zum Gebrauchsmusterschutz angemeldet haben. 

Aus der Perspektive des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der FNR ist dieses Projekt ein echter Gewinn. Für den Klimaschutz und Biodiversität ist der Schutz von Mooren und eine möglichst torffreie Land- und Gartenwirtschaft essenziell. Wenn der Anwender beim Verzicht auf Torf keine Nachteile mehr befürchten muss – sogar die Wirtschaftlichkeit ihres Produkts haben die beiden Jungforschenden bereits durchkalkuliert – kann das einen Fortschritt in Sachen Torfverzicht bewirken.

Die Jury des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ erkannte die Bedeutung dieser Arbeit und sprach dem Projekt „Torf ade“ neben dem Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ zusätzlich den fünften Platz im Gesamtwettbewerb in der Kategorie „Biologie“ zu.

Pressemeldung


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