Mobility Benefit Districts: Parkgebühren als Motor für alternative Verkehrsangebote
Wie lässt sich die Umsetzung der 15-Minuten-Stadt beschleunigen und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität in den Quartieren spürbar verbessern? Das Projekt "MBD 15: Mobility Benefit Districts" untersucht die Wirkungen eines neuen Instruments auf den Verkehr, die Akzeptierbarkeit und die Governance im städtischen Raum. Im Kern geht es um sogenannte "Mobility Benefit Districts" (MBD): Ein Konzept, bei dem Parkgebühren zweckgebunden für alternative Verkehrsangebote eingesetzt werden und die Bevölkerung über einen Bürgerhaushalt direkt in die Entscheidung über deren Verwendung einbezogen wird.
Die begleitende Studie "Innovative parking management through Mobility Benefit Districts: a systematic review of academic evidence and an exploration of European case studies" analysiert hierzu wissenschaftliche Artikel und praxisnahe Fallstudien aus verschiedenen europäischen Ländern. Dabei zeigt sich eine interessante Diskrepanz: Während Maßnahmen auf Stadtebene die wissenschaftliche Debatte dominieren, werden Ansätze auf Nachbarschaftsebene eher in der grauen Literatur beschrieben. Zudem offenbart die Analyse ein Defizit: Obwohl Bürgerbeteiligung für das MBD-Konzept zentral ist, mangelt es in der bisherigen Praxis oft noch an konkreten Beteiligungsmethoden.
Auf Grundlage der umfassenden Literaturanalyse zieht die Studie drei wesentliche Schlussfolgerungen für die zukünftige Gestaltung von MBDs:
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Umsetzung auf Nachbarschaftsebene: Nur so lässt sich die zweckgebundene Verwendung von Parkgebühren rechtlich sauber und lokal spürbar ermöglichen.
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Einrichtung eines öffentlichen Mobilitätsfonds: Dieser sichert die notwendige Transparenz bei der Projektfinanzierung.
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Mittelvergabe durch Bürgerbeteiligung: Die gezielte Einbindung via Bürgerhaushalt ist der Schlüssel, um die gesellschaftliche Akzeptanz von Parkgebühren nachhaltig zu erhöhen.
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