Nachhaltigkeit beginnt mit gutem Design: Das sind die Nominierten des Bundespreises Ecodesign 2026
15 Jahre Erfahrung: Fundament für die Zukunft
Der Blick auf die ausgezeichneten Projekte zeigt deutlich, wie sich Gestaltung weiterentwickelt hat: weg vom einzelnen Produkt hin zu zirkulären Prozessen, neuen Services und Systemlösungen. Parallel dazu hat sich auch der politische Rahmen grundlegend verändert. Stand regulatorisch früher vor allem der Energieverbrauch einzelner Elektrogeräte im Mittelpunkt, werden Anforderungen an das ökologische Design von Produkten im EU-Binnenmarkt heute viel breiter gedacht. Mit der Ecodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte und dem Recht auf Reparatur geht es neben Energieeffizienz stärker denn je um Fragen der Kreislauffähigkeit, Materialwahl, Reparierbarkeit, Langlebigkeit, und Transparenz.
Resümee der Auslober
Rita Schwarzelühr-Sutter, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMUKN) und Jurymitglied: „Kreislauffähige und nachhaltige Produkte beginnen mit gutem Design. Seit 15 Jahren zeigt der Bundespreis Ecodesign, wie sich ökologische Anforderungen mit anspruchsvoller Gestaltung und Innovation verbinden lassen. Viele prämierte Ideen aus der Kreislaufwirtschaft setzen sich jetzt auch politisch durch – zum Beispiel durch die neue EU-Ökodesign-Verordnung. Der Bundespreis zeichnet die Vorreiter dieser Entwicklung aus und macht sichtbar, welche Lösungen künftig zum Maßstab einer zirkulären Wirtschaft werden können.“
Dr. Bettina Rechenberg, Leiterin des Fachbereichs III „Nachhaltige Produkte und Produktion, Kreislaufwirtschaft“ im Umweltbundesamt (UBA) und Jurymitglied: „Die Vielfalt an innovativen Produkten und Konzepten ist wieder beeindruckend. Es stimmt optimistisch zu sehen, dass sowohl namhafte Unternehmen als auch Nachwuchsdesigner*innen an Lösungsansätzen für die drängenden Umwelt- und Klimafragen arbeiten.“
Ausstellungseröffnung im Metropolenhaus Berlin
Wer einen Eindruck von den eingereichten Arbeiten gewinnen möchte, hat im September die Gelegenheit dazu: Im Metropolenhaus Berlin werden vom 19. bis 22. September alle Projekte, die für die Jurysitzung zugelassen wurden, öffentlich präsentiert. Die Ausstellung ist am Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr sowie am Montag und Dienstag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Die Vernissage findet am 18. September um 18 Uhr statt.
Weitere Details und eine Online-Galerie mit allen Nominierten sind auf der Webseite des Bundespreises Ecodesign zu finden.
Der Bundespreis Ecodesign wird seit 2012 vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin ausgelobt. Der Wettbewerb würdigt wegweisende Produkte, Konzepte und Dienstleistungen, die Design und Umweltverantwortung innovativ verbinden.
Wer die nominierten Projekte im Einzelnen sind, erfahren Sie in der Pressemitteilung.
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