Welche einheimischen Nutztierrassen sind gefährdet? Die Rote Liste 2023 gibt Auskunft
Insbesondere die Abnahme der Zuchtbestände bei Schafen lässt aufhorchen. Bedenklich ist etwa, dass nun auch das Schwarzköpfige Fleischschaf, eine der wichtigsten Wirtschaftsrassen Deutschlands, als gefährdet gilt. Positiv sind die Entwicklungen bei Geflügelrassen, bei den Kaninchen gibt es einige Verschlechterungen. Bei Rindern, Schweinen und Ziegen bleib die Lage stabil. Bei den Pferden wurde die Rasse Beberbecker als einheimische Rasse aufgenommen.
Die Bedeutung der einheimischen Nutztierrassen und die Notwendigkeit ihrer Erhaltung – insbesondere der gefährdeten Rassen – sind inzwischen allgemein anerkannt. Alte Rassen, wie z. B. das Rote Höhenvieh oder die Sattelschweine werden heute mit der gleichen kulturellen Wertschätzung bedacht wie alte Baudenkmäler oder technische Erfindungen. Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Nutztierrassenvielfalt erfordern es, den Gefährdungsstatus jeder einzelnen Rasse regelmäßig zu überprüfen. Diese regelmäßige, über viele Jahre durchgeführte Überprüfung wird allgemein als Monitoring bezeichnet. Der Gefährdungsstatus der einheimischen Rassen der fünf Großtierarten Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege wird über die sogenannte Effektive Populationsgröße ermittelt.
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