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Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Wenn die Kirche auszieht – Soziale Orte im Wandel

Kirchen als Transformationsaufgabe: Das Projekt "MaKiLe" hat rund 80 Best-Practice-Beispiele ausgewertet. Wie die Umwandlung von Kirchengebäuden in gemeinwohlorientierte Orte gelingen kann und welche Ergebnisse der Workshop mit der Universität Kassel und der Stadt Mannheim geliefert hat.

Kirchen als Transformationsaufgabe sind im Planungsdiskurs und im architektonischen Alltag längst angekommen. Angesichts einer großen Bandbreite an Umnutzungen existiert bereits eine beachtliche Reihe exzellenter Beispiele für die Umwandlung von Kirchen – vor allem in Kultur-, Sozial- oder Bildungseinrichtungen. Während private Träger überwiegend in Wohnen und Handel investieren, setzen Stiftungen, Vereine und weitere Akteure verstärkt auf gemeinwohlorientierte Nutzungen.

Im Projekt "MaKiLe – Mannheimer Kirchen und Lebensmittelmärkte" wurden etwa 80 dieser Best-Practice-Beispiele wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse sowie konkrete Transformationskonzepte für neun verschiedene Mannheimer Kirchen finden sich in der aktuellen Publikation "Kirchen in Transformation – Ein Nolli-Plan für Mannheim".

Das Projekt der Universität Kassel im Verbund mit der Evangelischen Kirche in Mannheim (EKMA) und der Stadt Mannheim bildete auch den Rahmen für einen Fachworkshop am 23. April 2026. Unter dem Titel "Wenn die Kirche auszieht – Soziale Orte im Wandel" diskutierten Akteurinnen und Akteure aus Kirche, Immobilienwirtschaft, Architektur, Stadtverwaltung, Sozialverbänden und Stiftungen gemeinsame Perspektiven. Ziel war es, tragfähige Ansätze für den Umgang mit kirchlichen Gebäuden und deren Bedeutung als soziale Orte in einer sich wandelnden Gesellschaft zu entwickeln.

Im Fokus der Debatte standen zentrale Fragen der Stadtentwicklung: Was macht soziale Orte aus? Welche Anforderungen müssen sie erfüllen und welche Hindernisse behindern ihr Entstehen? Diskutiert wurden unter anderem die langfristige Tragfähigkeit und Finanzierung der Projekte, die notwendige Vernetzung und Vertrauensbildung sowie der Umgang mit potenziellen Nutzungskonflikten.


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